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FLIMMO 1/2010 - Spannung im Fernsehen
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Spannung im Fernsehen: Aufmerksamkeit ist geboten

Spannung gehört zum Fernsehen einfach dazu – für Erwachsene wie für Kinder. Den Unterschied zwischen Groß und Klein machen die Inhalte und der Umgang mit ihnen. Der Nachwuchs findet es oft spannend, wenn es im Fernsehen etwas Neues zu entdecken gibt oder Außergewöhnliches geschieht. Eltern sollten jedoch wissen, dass – je nach Alter und Fernseherfahrung ihrer Kinder – der Weg vom aufgeregten Mitfiebern hin zu Überforderungen und Angst oftmals nicht weit ist. Deshalb empfiehlt es sich bei Kindern jeden Alters einen wachsamen Blick darauf zu haben, was ihnen individuell zugemutet werden kann. Und weil Kinder schnell an ihre Grenzen geraten, ist es umso wichtiger, dass Bezugspersonen ihre Fernsehabenteuer begleiten und als Ansprechpartner an ihrer Seite sind.

Von Zeichentrick bis Wissensmagazin: Spannung ist überall geboten

Die aktuelle FLIMMO-Kinderbefragung ergab, dass Kinder über alle Altersgruppen hinweg Sendungen spannend finden, in denen die Helden mitunter gefährliche Abenteuer meistern müssen: Bei den Jüngeren treffen Zeichentricksendungen ins Schwarze, die Älteren ziehen Filme und Serien vor. Gerade Kinder im Vor- und Grundschulalter reizen Fernsehabenteuer, in denen sich kleine Helden gegen andere durchsetzen. Dies spiegelt das Bedürfnis der Altersgruppe nach Selbstbehauptung wider.
Auch Ältere freuen sich, wenn ihr Wunsch nach Identifikation befriedigt wird: Wenn es um Themen, die ihre Lebenswelt berühren – wie Freundschaft oder die erste Liebe – geht und das Ganze auch noch spannend verpackt ist, sind sie wunschlos glücklich.
Sehr hoch im Kurs stehen bei den älteren Kindern in Sachen Spannung auch Dokumentationen und Wissenssendungen, in denen abwechslungsreiche Experimente anschaulich präsentiert werden.

Spannung: Mädchen und Jungen schauen unterschiedlich

Neben dem Alter wirkt sich auch das Geschlecht auf den Geschmack aus: Mädchen mögen Geschichten voller Abenteuer, am liebsten noch ein wenig zauberhaft. Jungen genießen dagegen Action und den Kampf Gut gegen Böse. Besonders hier sollten Eltern wachsam sein: Zu schnell ist bei dem Wunsch nach actionreichem Nervenkitzel der Schritt ins Erwachsenenprogramm getan. Allem voran das Abendprogramm ist oft nicht kindgerecht und führt bei Kindern schnell zu Belastung und Angst. Hier empfiehlt sich eine besonders sorgsame Programmauswahl.

Wenn die Spannung zu viel wird ...

Die Spannung wächst Kindern schnell über den Kopf, wenn im Fernsehen Mensch oder Tier leiden müssen oder es unerklärlich unheimlich zugeht: Je jünger die Kinder sind, desto früher ist die Grenze des Erträglichen für sie erreicht. Sie reagieren mit Verunsicherung und Angst.
Eltern sollten ihre Kinder deshalb stets im Auge behalten und besonders dann, wenn die Spannung einmal zu viel wird, für ihre Sprösslinge da sein: Den Fernseher ausschalten, gesprächsbereit sein sowie mit Spielen oder Bewegung für Entspannung sorgen hilft den Kindern das Gesehene zu verarbeiten.

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