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FLIMMO 1/2010 - Spannung im Fernsehen
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Fernsehen und Angst
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Was Kindern im Fernsehen Angst macht

Beim Fernsehen kann es Kinder manchmal gar nicht spannend genug zugehen. Doch wann für die Mädchen und Jungen Spannung in Angst umschlägt, ist für Erwachsene nicht immer leicht einzuschätzen. Wenn Gewalt im Spiel ist, reagieren Kinder oft sensibel. Je nachdem, wie realistische die Gewalt inszeniert ist und wie nahe die Darstellung ihrer eigenen Lebenswirklichkeit ist, können Gewaltdarstellungen Kinder mehr oder weniger überfordern. Vier Formen der Gewaltdarstellungen überschreiten die Schwelle der meisten Kinder. Es sind dies:

  • Gewalthandlungen, die mit drastischen, sichtbaren Folgen verbunden sind. Das können z.B. blutige Kämpfe in Actionfilmen sein. Kinder leiden v.a. aus der Opferperspektive heraus mit den Geschädigten.
  • Gewalthandlungen, die in mysteriöse Zusammenhänge eingebettet sind, die zumindest für jüngere Kinder unbegreiflich sind, z.B. Kulthandlungen, Opferrituale, Gewalt, die von Außerirdischen ausgeht, usw.
  • Gewaltdarstellungen in realitätsnahen Kontexten, wie sie in Krimis und in Serien. Heranwachsende haben vor allem dann Schwierigkeiten, wenn Kinder beteiligt sind oder wenn das Geschehen in einer ihnen vertrauten Umgebung angesiedelt ist. Kinder, aber auch noch jüngere Jugendliche erkennen oder vermuten hier Nähen zum wirklichen Leben.
  • Gewaltdarstellungen in realen Kontexten, z.B. in Nachrichten tangieren Heranwachsende ebenfalls besonders dann, wenn die eigene Generation involviert ist oder wenn das Geschehen ihrer Lebenswelt nahe kommt. Dann stellen Kinder Verbindungen zwischen dem Gesehenen und ihrem persönlichen Umfeld her. Im Internet sind extrem drastische Formen von realitätsnahen Gewaltdarstellungen zu finden, die die Gewaltschwelle von Kindern bei weitem überschreiten.

Im Umgang mit solchen Fernsehinhalten brauchen die Mädchen und Jungen Unterstützung und Begleitung. Sie brauchen einen Ansprechpartner, der auf ihre Fragen eingeht oder ihnen emotionale Zuwendung gibt und ihnen so hilft, das Gesehene richtig einzuordnen oder sich davon zu distanzieren. In Bezug auf manche Sendungsinhalte helfen allerdings nur konsequente Vermeidungsstrategien.

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